Bericht der Palästina AG 2016

Die Hühnerfarm für die Ladys of Rantis befindet sich im Aufbau!

Der Weg dahin war länger als erwartet. Gingen wir noch beim letzten Diakonatstag davon aus, dass wir spätestens im März mit dem Aufbau der Hühnerfarm beginnen können, lag die Zustimmung zu der Finanzierung durch das Bundesministerium für Zusammenarbeit (BMZ) erst am 10. August 2016 vor. Der Beratungsprozess mit BENGO, die die Projektanträge begleiten, war sehr mühsam. Mehrmals dachten wir, alles in trockenen Tüchern zu haben und mussten dann doch, zunehmend genervt, noch eine weitere Überarbeitung des Antrages vornehmen. Hier einen Dank an Sebastian Schneider, der hier die meiste Arbeit hatte.

Bevor wir zum aktuellen Stand des Aufbaus der Hühnerfarm kommen, möchte ich noch einen kleinen Rückblick auf die Arbeit der Palästina AG seit dem letzten Diakonatstag geben. Die AG hat sich etwas seltener getroffen. Insgesamt drei Mal. Hinzu kamen Arbeitstreffen einzelner und ein reger Mailverkehr. Die Weihnachtsspendenaktion 2015 der SHD „Rent a Chicken“ erbrachte ca. 2.500 €. So konnte die SHD ihren Beitrag für die Hühnerfarm durch Spenden (u.a. auch durch die Weihnachtsspende 2013 des VEDD)  auf  gute 10.000 € aufstocken. Die Finanzierung des erforderlichen Eigenanteils war somit gesichert. Im Oktober hat der Geschwisterrat weitere 2.000 € aus Hauhaltmitteln für das Projekt und einen Zuschuss von 500 € für die Reise von Susanne nach Palästina zur Verfügung gestellt.

Zum Stand der Hühnerfarm:

Für das Geld über das BMZ gibt es eine Ausgabefrist bis zum 31.12.2016. Dies erfordert ein „sportliches Herangehen“, damit die Arbeiten termingerecht erledigt sind und abgerechnet werden können. Um dies zu befördern war Sebastian bereits zweimal vor Ort. Einmal mit Susanne und Kathrin aus der AG. Außerdem konnte Linus, ein junger Schreiner, gewonnen werden, den Aufbau vor Ort voranzubringen. Dies wurde unter anderem durch den zusätzlichen Zuschuss der SHD möglich. So konnten andere Mittel hierfür verwendet werden.

Stand ist, die Arbeiten sind nach einem Vorlauf von einem Monat angelaufen. Die Präsens durch Linus vor Ort ist eine unverzichtbare Hilfe für den Fortgang des Projektes. Alles muss schnell gehen und jede Ausgabe muss belegt sein. Auch hat sich herausgestellt, dass es bisher in Palästina keine Bio-Legehennen, nicht einmal Bio-Eier, gibt. Leider gibt es auch kein Bio-Futter, sondern das muss evtl. bald selber angebaut werden. Zu nähren Details sei hier auf den Zwischenbericht von Sebastian vom 3. November 2016 verwiesen.

Ausblicke:

Wir haben uns gefragt, in welcher Form die Palästina AG der SHD auch zukünftig die Ladys of Rantis unterstützen will und kann. Da wir uns nicht in der Lage sehen, für die Finanzierung der Gehälter einen wesentlichen Beitrag zu leisten, haben wir uns dafür entschieden, die Mobilität vor Ort längerfristig zu unterstützen und damit zu einem nachhaltigen Gelingen beizutragen. Nicht alle Ladys kommen direkt aus Rantis. Der Transport insbesondere von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen stellt eine ständige Herausforderung dar. Dies betrifft sowohl die Mobilität einzelner Ladys, z.B. mit einem Scooter als Ersatz für einen fahrbaren Rollstuhl, wie auch der Transport von Gruppen oder Gütern. Die Ladys bewirtschaften jetzt zwei Schulkantinen, um die Kinder mit gutem Essen zu versorgen. Durch die Hühnerfarm wird der Bedarf noch steigen. Das eine ist die Anschaffung, aber regelmäßige Unterhaltung ist auch von Nöten. Gemeinsam mit den Betroffenen vor Ort sind wir am überlegen, was am dringlichsten ist.

Ein Anfang wurde bereits gemacht. Die Ladys of  Rantis wurden zusammen mit anderen Projekten bei der Weihnachtsspende des VEDD aufgenommen. Über Möglichkeiten einer längerfristigen und kontinuierlichen Unterstützung laufen Gespräche.

(Jörg Hasse)

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