Wer wir sind …

Die Schleswig-Holsteinische Diakonatsgemeinschaft ist ein Netzwerk berufspolitischer Vertretung und geistlicher Zurüstung, damit Diakone und Diakoninnen ihre gestalterische Kraft in unserer Kirche wahren und wahrnehmen können.
Sie konnte im Jahr 2006 auf ihr 100-jähriges Bestehen zurückblicken und war zur Zeit der Gründung die erste Gemeinschaft von Diakonen und später auch Diakoninnen im nördlichsten Teil Deutschlands. Heute gehören ihr 260 Mitglieder an. Seit einigen Jahren ist auch die reguläre Mitgliedschaft für Nicht-DiakonInnen möglich. Voraussetzung für die Aufnahme ist eine Aus- oder Fortbildung im Diakonat.

Das Gemeinschaftsleben wird durch regelmäßige Zusammenkünfte (z.B. Gottesdienste, Konvente, thematisch orientierte Gruppen oder Gemeinschaftstage) und gemeinsame Unternehmungen (z.B. Studienfahrten) ebenso bestimmt wie durch die gegenseitige Stärkung der Brüder und Schwestern durch Teilhabe am Dienst des einzelnen Mitgliedes in Form von Seelsorge, Zurüstung und Gebet. Diakon und Diakonin sein, das kann man nach nordelbischen Kirchengesetz nur durch ein Eingebundensein in eine Gemeinschaft als Netzwerk – eine besondere Herausforderung in einer Zeit der Vereinzelung und Individualisierung.

Ein besonderes Augenmerk der SHD liegt auf der berufspolitischen Vertretung des Diakonats nach außen. Deutlich zu machen, dass Diakone und Diakoninnen sowie alle Mitarbeitenden im Diakonat eine unerlässliche gestalterische Kraft in unserer Kirche sind, ist gerade zurzeit ein nötiger Beitrag im Kampf gegen die immer weiter drohende einseitige „Verpastorisierung“ und damit einseitiger geistiger und geistlicher Verarmung unserer Kirche.

Letztlich engagiert sich die Gemeinschaft in der Gestaltung von diakonischen Handlungsfeldern. So kann sie z.B. auf eine über 30-jährige Tanzania-Partnerschaft ebenso zurückblicken wie auf ein eigenes Projekt für beruflich benachteiligte Jugendliche.

Die SHD legt großen Wert darauf, für Toleranz gegenüber anders denkenden Menschen zu stehen. Dies findet sowohl in weltanschaulichen Eingaben ihren Ausdruck (siehe auch unser Grundlagenpapier „Homosexuelle Liebe und Kirche„) wie auch in der Akzeptanz unterschiedlicher theologischer Ausrichtungen innerhalb der Gemeinschaft. So finden z.B. evangelikal geprägte Menschen ebenso in ihr ihren Platz wie solche, die von feministischer oder existenzialistischer Theologie geprägt sind. Die Hauptsache bleibt, dass der persönliche Glaube andere nicht einengt.

Die SHD ist ein weites Feld, um sich einzubringen, gemeinsam mit Brüdern und Schwestern den eigenen sowie den Dienst im Diakonat zu gestalten. Ein solches Netzwerk braucht es gerade heute, weil es in der Lage ist, dem einzelnen die nötige spirituelle Kraft zurückzugeben, die der Dienst einfordert.

Auf diesen Seiten bestehen diese Möglichkeiten nun erstmalig in unserer Geschichte auch virtuell. Sie sollen – neben aller Außendarstellung unserer Gemeinschaft – insbesondere im geschützten Bereich eine Plattform des Austausches und der Kommunikation für alle Mitglieder der SHD (und solche, die es noch werden wollen…) sein.

 

Viel Spaß dabei!

 

Andreas Loeding